eaKBG Planer für Paare
Eine kleine Planungshilfe für das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld (eaKBG) und die Aufteilung der Karenz. Infos für Neu-Eltern finden sich unter dem Planungs-Tool.
⚠️ Alle Angaben ohne Gewähr, bitte alle Planungen bei der Arbeiterkammer kostenfrei überprüfen lassen vor Antragsstellung!
❓ Unsicher, ob du oder dein Partner/deine Partnerin überhaupt Anspruch auf einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld hat? Achtung bei AMS-Zeiten o.ä. vor Geburt/Mutterschutz (182-Tage-Regel). Wenn nur eine Person Anspruch hat, kann das andere Elternteil Sonderleistung I beziehen. Habt ihr beide jedoch keinen Anspruch, bleibt nur das KBG-Konto. Also Schritt. 1: eaKBG Anspruch prüfen!
Fußnoten: Die Begriffe kurz erklärt Noch in Arbeit, kann Fehler enthalten!
Zeit-Tabelle: Wie viel Förderung bekommen wir?
Noch in Arbeit, kann Fehler enthalten!
Zeit-Tabelle: Wie viel Förderung bekommen wir?
Noch in Arbeit, kann Fehler enthalten!Bitte beachte, dass die obige Auswahl "Mutterschutz 12 Woche - ja / nein" sowie "Gemeinsamer Monat" die Berechnung hier beinflusst. Diese Rechnung hier ist nur eine ganz grobe Vorschau zur ersten Orientierung. Zudem erhaltet ihr Wochengeld, ggf. Familienzeitbonus (Papamonat), Familienbeihilfe. Außerdem gibt es den Partnerschaftsbonus, falls ihr die Karenz 50:50 bis 60:40 aufteilt.
| Abschnitt | Tage | Zeitraum | Förderung (Tagessatz €, max. 80,12€/Tag) | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Karenz Mutter: unbezahlte Karenz⁷ | 309 | – | ||
| Karenz Vater: unbezahlte Karenz⁷ | 61 | – |
Es kommt auch noch Familienbehilfe sowie Wochengeld während des Mutterschutzes dazu, außerdem gibt es bei 60:40 bis 50:50 den Partnerschaftsbonus. Auch für den Papamonat gibt es noch den Familienzeitbonus (falls Anspruch besteht).
Berechne die genauen Beträge für das einkommensabhängige KBG hier: KBG-Rechner auf bundeskanzleramt.gv.at
⚠️ Alle Angaben ohne Gewähr, bitte alle Planungen bei der Arbeiterkammer kostenfrei überprüfen lassen vor Antragsstellung!
* Infos für Neu-Eltern: Karenzplanung kann kompliziert sein!
Wird Elternzeit im Sinne von „Ganze Männer machen Halbe-Halbe" gedacht, wäre das bei maximal 14 Monaten eaKBG-Förderung eine 7+7-Monate-Aufteilung.
Warum ist die 7+7 Aufteilung hier nicht im Planer voreingestellt als Standard?Gerade beim ersten Kind kann ein Wiedereinstieg in den Job nach sieben Monaten für manche Mütter bzw. Paare als herausfordernd empfunden werden – etwa in Bezug auf Stillen und Abpumpen (falls Stillen möglich und gewünscht ist), die Beikost-Einführung, etc. Für andere Familien kann dieses Modell aber ggf. gut funktionieren.
Die meisten Eltern entscheiden sich aktuell für 12+2 AufteilungIn Österreich entscheiden sich viele Eltern aktuell für die 12+2 Aufteilung, wenn beide in Karenz gehen. Die Mutter verbringt die ersten 12 Monate in Karenz, der Vater nimmt die verbleibenden 2 Monate (Quelle ergänzen).
Leider nehmen aber auch aktuell viele Väter in Österreich gar keine Karenz in Anspruch (siehe Infothek).
Info am Rande: Die politischen Entscheider:innen überlegen aktuell, wie für Väter mehr Karenzmonate ermöglicht werden können. Die SPÖ hat eine Umfrage gestartet, die AK Oberösterreich hat mit Eltern auf Instagram diskutiert zur Väterkarenz.
Die eigentliche Millionen-Frage: Wie geht es nach den 14 Monaten eaKBG weiter?Nach Ablauf der 14 Monate wird dann entweder ...
- a) frembetreut, d.h. das Kind ist bei Tagesmutter/vater oder geht in den Kindergarten, falls schon möglich im Bundesland unter 2 Lebensjahre und beide Eltern arbeiten wieder (ggf. auch mit reduzierter Arbeitszeit),
- b) Eltern-Teilzeit wird von beiden genutzt mit 20h/Woche, Eltern wechseln sich tageweise oder tagsüber ab sodass keine Fremdbetreuung nötig ist,
- c) ein Elternteil bleibt noch daheim in unbezahlter Karenz (finanzielle Frage, ein Gehalt muss für Familie reichen!),
- d) Großeltern oder anderen Personen betreuen mit.
Weitere Misch-Modelle sind möglich, eine klare Vorgabe gibt es nicht für Neu-Eltern. Es hängt natürlich (leider) stark von euren finanziellen Rahmenbedingungen ab.
Ab wann das Kind in den Kindergarten oder zu einer Tagesmutter/Tagesvater geht, ist eine individuelle Entscheidung und wird teils sehr emotional diskutiert unter Eltern. Grund: Kindergarten-Gruppen können für einige 14-monatige Babies Stress bedeuten, andere kommen wohl gut damit klar bei guter individueller Betreuung. Und es ist auch abhängig davon, ab welchem Alter Kinder überhaupt in den Kindergarten dürfen in eurem Bundesland. Auch das Start-Datum des Kindergartenjahres kann relevant sein - sowie natürlich wie sich euer Kind entwickelt. Jedes Kind ist anders.
Einige Eltern gehen nach Ablauf der 14 Monate eaKBG auch beide in Eltern-Teilzeit mit 20h/Woche, somit findet noch keine Fremdbetreuung statt. Sie wechseln sich tageweise oder tagsüber ab mit der Kinderbetreuung. Die Eltern tun dies, bis das Kind 2 Jahre oder älter ist und dann fremdbetreut wird (Kindergarten).
Eine weitere Option ist nach den 14 Monaten eaKBG noch eine unbezahlte Karenz anzuhängen, z. B. könnte der Vater noch weitere 10 Monate in unbezahlter Karenz bleiben für 12+12 Aufteilung. Finanziell ist dies natürlich nur möglich, wenn das Gehalt eines Elternteils – in diesem Beispiel der Mutter – für die 10 Monate ausreicht bzw. Ersparnisse vorhanden sind. In der unbezahlten Karenzzeit erhält die kinderbetreuuende Person ja kein Einkommen, es bleibt nur das Gehalt des arbeitenden Partners - sowie die allgemeine Familienbeihilfe.
Info am Rande: In den letzten Jahren wurde auch gerne die Bildungskarenz für ein Jahr nach der Elternzeit genutzt, dies ist leider seit 2026 nicht mehr möglich.
Die Einbindung von Großeltern oder anderen Bezugspersonen, falls verfügbar, ist natürlich ebenso denkbar.
Es gibt kein „richtig" oder „falsch" – wichtig ist, dass die Aufteilung zu eurer Situation, euren Bedürfnissen und euren finanziellen Rahmenbedingungen passt.
Die aktuelle Arbeitswelt kann euch natürlich auch ab und zu im Weg stehen, wenn ihr die Sorge um eure Kind (Care-Arbeit) gleichberechtigt aufteilen wollt.
„Wer sich die Familienarbeit fair aufteilen will, muss auch gegen ein ganzes System arbeiten." - Patricia Cammarata (Standard-Interview)
Für meine Partnerin und mich war das erste Einlesen und Planen sehr zeit- und nervenaufreibend. Ich hoffe die Informationen hier helfen euch ein wenig!
Was wir damals übersehen haben: Deine Arbeiterkammer vor Ort bietet ggf. teils auch Webinare / vor Ort Infoveranstaltungen an: Beratung bei der Arbeiterkammer. Hier lohnt sich ein gründlicher Blick!
Vielleicht gibt es ja zukünftig auch einen Online-Kurs oder ein gutes, praxisnahes Buch zum Thema „Gleichberechtigung & Karenzplanung“.
🍀 Alle Daumen gedrückt für eine Planung, die zu euch passt!
Mehr Informationen, Videos und Beratung
- Infoseite: Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld - oesterreich.gv.at
- Infoseite: Kinderbetreuungsgeld - ÖGK
- Infoseite: Kinderbetreuungsgeld - arbeiterkammer.at
- YouTube: Kinderbetreuungsgeld in Österreich | Antrag & Varianten

- Infoseite: Teilung der Karenz - arbeiterkammer.at
- YouTube-Video: Teilung Karenz und Kinderbetreuungsgeld in Österreich

Deine Arbeiterkammer vor Ort bietet Beratung und teils auch Webinare / vor Ort Infoveranstaltungen an:
Siehe auch weitere Unterseiten auf dieser Webseite: